| Eintrag vom: 13.07.12 ::: (545 x gelesen) |
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Ein Paradies in Frankreich: das Hellfest!

[Odile Bourgeois] Meine Eindrücke nach drei Tagen voller Musik und Krach, Sonne und Regen, Staub und Spaß. - Bereits zum siebten Mal fand in Clisson (Nähe Nantes/Westfrankreich) zwischem dem 15. und dem 17. Juni 2012 das große Metal-Festival Hellfest statt. Der Besucherandrang brach alle dagewesenen Rekorde: Über 112000 Metal-Fans machten sich auf, um dieses Mal dabei zu sein.
Das Programm versprach ein extrem vielfältiges Musikrepertoire: Die Palette des diesjährigen Festivals reichte von Hardcore über Hard Rock bis hin zu Black-, Heavy-, Glam- und Death Metal. Zahlreiche bekannte Bands, aber auch Newcomer nutzten die Gelegenheit, um ihre Musik zum Besten zu geben. Zu den renommiertesten zählten Ozzy Osbourne & Friends, Megadeth, Guns N'Roses, Cannibal Corpse, Machine Head, Lamb Of God, Lynyrd Skynyrd, Blue Öyster Cult, Sebastian Bach, Hatebreed, Death Angel, Amon Amarth, Black Label Society, Exodus, Walls of Jericho, Motörhead, Dropkick Murphys, Entombed, Mötley Crüe, Napalm Death, Aborted, Steel Panther und, und, und. Insgesamt bot des Hellfest 160 Konzerte auf sechs Bühnen, die jeweils eine ganz konkrete Musikrichtung repräsentierten. Neben zwei Mainstages konnten die Besucher zwischen Hardcore Punk, Black Pagan, Stoner Doom und Death Grind wählen.
Wo viel gefeiert wird, da muss auch das leibliche Wohl stimmen! So konnten sich die Besucher während der drei Festivaltage mit Bier, Snacks und guter Laune vollstopfen und auf dem benachbarten Campingplatz am Weinberg etwas Schlaf finden, um ausgeruht und gestärkt weiter abzurocken. Und das den Warteschlangen, dem diesjährigen Regenwetter und dem Matsch zum Trotz.
Das Hellfest in Frankreich ist bekannt für seine Spektakel… auch abseits der Bühnen. Schlammkämpfe in kreativer Kostümierung bieten witzige Showeinlagen für Zwischendurch: Wikinger kämpfen mit Gorillas und Wölfen unter den Augen von Königen und Königinnen aus dem 18. Jahrhundert. Das Motto lautet hier stets: Spaß! So tragen die Festivalbesucher klare Botschaften auf Schildern mit Aufschriften wie „free hugs“ (kostenlose Umarmungen) oder sogar „free female orgasms“ (...)!
Die drei Festivaltage in der Kurzzusammenfassung
Freitag, 15. Juni: Unter einer bedrohlich schwarz-grauen Himmelskulisse startete das Festival gleich im großen Stil mit einer 16-stündigen Dezibelorgie! Bei Death Metal von Cannibal Corpses, keltischem Punk von Dropkick Murphys und Rock aus dem Süden von Lynyrd Skynyrd sind die Zuschauerinnen und Zuschauer so richtig aufgeheizt worden. Beim Konzert der amerikanischen Band Megadeth sind sie dann so richtig „hell“auf begeistert gewesen! Mit ihrem Debüt in Clisson hat dann King Diamond den Tag mit einer meisterhaften Show ausklingen lassen. Völlig durchnässt, aber mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen patschten die Festivalbesucher am Ende des ersten Tages in ihre Zelte zurück.
Samstag, 16. Juni: Wow! Noch mehr Leute! 35 Tausend Besucher haben am zweiten Festivaltag für noch mehr Stimmung gesorgt. Als ob der Himmel lachen würde, schien dazu passend die Sonne. So gingen die Gitarrenriffs richtig gut ins Ohr, als Dog Eat Dog ihre Mischung aus Hardcore und Hip Hop zum Besten gab. Auch begeisterte die deutsche Band In Extremo das Publikum mit ihrer Show aus Stichflammen und Dudelsäcken.
Bei Sonnenuntergang verzauberte Within Temptation das Publikum. Und gleich im Anschluss folgte der lang erwartete Auftritt von Machine Head, die auf einer der Hauptbühnen mit einer genialen Bühnenshow das Publikum zur Ekstase führten. Der Tag endete mit gleich doppelten Höhepunkt: Die legendären Guns N' Roses spielten über zwei Stunden lang, nachdem sie das Publikum durch ihren pünktlichen Auftakt den Atem stocken ließen!
Sonntag, 17. Juni: Das Hellfest setzte am dritten Tag nochmals zum Endspurt und bot Hardcore-Klänge von Walls of Jericho, Blue Öyster Cult, Black Label Society und Mötley Crüe. Letztere verpassten ihrem Publikum eine Dusche mit spritzigem Champagner und roter Farbe.
Die Besten kommen zum Schluss: Slash von Guns N' Roses begeisterte die Massen mit seinen legendären Soli und im gewohnt-coolen Styling (schwarze Brille, Locken und Zylinder). Im Anschluß folgte der Auftritt des Prince of Darkness, dem Leader von Black Sabbath, dem trotz starken Regens Tausende von Zuschauern zujubelten. So endete das Festival genauso, wie es begonnen hatte: schaurig schön, fulminanant schön ... und nass!
Das Fazit:
Das Hellfest hat 2012 noch einmal gezeigt, dass Metal einen immer breiteren Zulauf von einem extrem begeisterungsfähigen, jedoch unglaublich friedlichen und freundlichen Publikum erfährt. Die Stimmung während des Metal-Wochenendes war genial und perfekt zum Gute-Laune-Auftanken. Headbanger und andere Metal-Fans konnten ihrer Leidenschaften frönen und sammelten sicherlich viele unvergessliche Eindrücke. Für jeden, der diese intensiven Hellfest-Tage miterlebt hat, steht eines ganz bestimmt fest: Das Hellfest ist tatsächlich DAS Metal-Paradies!
Und für die, die schon an die Zukunft denken und dieses große Event nie wieder verpassen wollen: Der nächste Termin steht schon fest. Wer also Ohren zum Hören hat..., der höre! Und merke sich dieses Datum: 21. bis 23. Juni 2013!
Mehr Fotos:
Copyright: Odile Bourgeois - odile.bourgeois@voila.fr
[Galerie:radio.XES]
Mehr Infos unter:
www.hellfest.fr
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